Freitag, 24. August 2012

Samstag: Neonaziaufmarsch verhindern!


Wie am Dienstag bekannt wurde, planen Neonazis aus der Region eine Kundgebungstour durch NRW. Bereits letztes Jahr führten Neonazis eine solche durch. Damals waren zwei Reisebusse und einige Transporter unterwegs. Diese trafen sich dann in Leverkusen zu einem gemeinsamen Aufmarsch. Die Bustour soll der Mobilisierung zum sog. „nationalen Antikriegstag“ dienen.

Die Tour sollte eigentlich – so auch schon letztes Jahr – geheim bleiben, allerdings gelang dies den Neonazis erneut nicht. Ihre Taktik, Aufmärsche & Kundgebungen nicht öffentlich anzukündigen dient einem gewollten Ausbleiben von Gegenprotesten. Leider ging diese letztes Jahr weitgehend auf, nur in wenigen Städten gab es überhaupt Protest.

In einem Artikel von „NRW-Rechtsaußen“ hieß es am Dienstag, dass Neonazikundgebungen u.a. in Gummersbach und Wuppertal geplant sind. Anmelder für die Gummersbacher Kundgebung sind wie in Wuppertal die „Nationalen Sozialisten Wuppertal“. Diese wurde für 17-19h angemeldet. Danach wollen sie in Wuppertal demonstrieren, angemeldet haben sie für 18-22h, warscheinlich in Wuppertal-Vohwinkel.

Dies darf nicht einfach so hingenommen werden! Das Bündnis „Wuppertalgegen rechts“ mobilisiert für 17h auf den Lienhardplatz in Vohwinkel. Wir schließen uns diesem Aufruf an und werden von dort aus die Neonazis stören!

Update: Die Wuppertaler Polizei hat nun bekannt gegeben, dass der Aufmarsch am Lienhardplatz in Vohwinkel beginnen soll. Also: Lasst uns den Neonazis zuvorkommen - 17h Lienhardplatz!

Montag, 20. August 2012

"Beenie Man" in Wuppertal!

Am morgigen Dienstag, den 21.08.12, findet im Wuppertaler U-Club ein Konzert mit dem homophoben Dancehall-Artist „Beenie Man“ statt. Es ist nicht das erste Mal das in Wuppertal homophobe Konzerte stattfinden können: Erst im November 2011 bot der Wuppertaler Bloomclub „Elephant Man“, der ebenfalls immer wieder aufgrund seiner Aufrufe zur Gewalt gegenüber homosexuellen auffiel/auffällt, eine Bühne. Ein weiterer „Elephant Man“-Auftritt fiel aufgrund eines fehlenden Visums aus, jedoch wurde angekündigt das Konzert zu wiederholen.
Auch der morgige Konzertort, der "U-Club" bietet immer wieder homophoben und sexistischen Sänger_innen eine Bühne: So spielte hier z.B. 2009 "Sizzla"[1], der auch als Verfechter der sogenannten "Battymantunes" gilt.

"I'm dreaming of a new Jamaica, come to execute all the gays"
-Beenie Man

Beenie Man gibt sich wie andere bekannte Reggae/Dancehall-Acts geläutert, man solle ihn nicht für 20 Jahre alte Texte verurteilen. Jedoch rief er beispielsweise 2009 noch in Uganda dazu auf, Schwulen die Kehle aufzuschneiden[2].

Kommt morgen ab 19h vor den U-Club und protestiert gegen "Beenie Man", den "U-Club" und Homophobie & Sexismus im Alltag!

[1]: http://uclubdichtmachen.blogsport.de
[2]: http://www.pinknews.co.uk/2009/12/09/pepsi-regrets-supporting-homophobic-beenie-man-concert/

Wegbeschreibung:

Ab Bahnhof Wuppertal-Steinbeck:

https://maps.google.de/maps?saddr=Wuppertal-Steinbeck,+Wuppertal&daddr=Friedrich-Ebert-Stra%C3%9Fe+191,+Wuppertal&hl=de&ie=UTF8&sll=51.24898,7.137235&sspn=0.018186,0.052314&geocode=FTYGDgMdz_VsACmFONAZUta4RzFepPYbUfnj4w%3BFSD-DQMd7qtsACkh5Hh_-da4RzFozjuI3OFMog&oq=wuppertal+steinbeck+bahnhof&dirflg=w&mra=ls&t=m&z=16

Alternativ könnt ihr auch vom Hauptbahnhof mit dem SchwebebahnExpress Richtung Vohwinkel fahren. Dies ist der Schienenersatzverkehr der Schwebebahn. Eure Station ist dann Westende, von da müsst ihr noch einige Meter zurücklaufen.

Freitag, 27. Juli 2012

Antisexismus Tage Wuppertal 10.-12. August '12

Einladungstext:

Vom 10.-12.August finden in Wuppertal die Antisexistischen Tage statt.
Aus gegebenem Anlass scheint uns die Zeit reif, für einen Austausch und
verschiedene Workshops rund um Antisexismus. Wir freuen uns über eine
rege Beteiligung und viele spannende Workshops. Wenn du/ihr etwas
beitragen möchtet, ist das sehr willkommen!! Workshops, Kultur oder was
leckeres zu Essen, alles was die Tage spannend und nett machen. Die Tage
leben von dem was alle einzelnen dazu beitragen, also überleg dir was
oder komm einfach so.

Mehr Infos findet ihr unter: http://antisexismustagewpt.blogspot.de/ 

Montag, 16. Juli 2012

Don´t be a maybe!

Gegen den Naziaufmarsch am 1. September 2012 in Dortmund

Am 1. September 2012 wollen Hunderte Neonazis aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern in Dortmund aufmarschieren.
Anlass ist der von den Dortmunder Neonazis etablierte sogenannte „Nationale Antikriegstag“. Die Dortmunder Neonazis ignorieren den historischen Bezugspunkt dieses Gedenktages und versuchen ihn für ihre geschichtsrevisionistische und rassistische Propaganda öffentlichkeitswirksam zu nutzen, indem sie beispielsweise meinen, “ein Zeichen gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege” setzen zu wollen.
Seit Ende der fünfziger Jahre wird in Deutschland am 1. September traditionell der “Antikriegstag” oder “Weltfriedenstag” begangen, um an den Beginn des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Am 1. September 1939 griff die deutsche Wehrmacht Polen an und startete mit diesem Septemberfeldzug einen Vernichtungskrieg, der über 50 Millionen Menschen das Leben kostete.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Elephant Man erneut in Wuppertal

Update: Der "Bloomclub" lässt seit gestern Abend verlauten das "Elephant Man" kein Visum bekommen hat und das Konzert somit ausfällt. Allerdings kündigen sie an, dass das Konzert demnächst nachgeholt wird. Wenn ein Termin bekannt wird, veröffentlichen wir diesen hier.

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Der homophobe Hasssänger “Elephant Man” soll morgen, den 8.6.2012 erneut im “Bloomclub” in Wuppertal auftreten.
In seinen Texten ruft er offen zu Hetzjagdten und Mord an Homosexuellen auf:
 Wir mögen keine schwulen Männer, wir wollen keine Schwulen … verbrennt sie, erschießt sie, ergreift ihn und reißt ihm die Fingernägel aus, schlagt ihn mit einem Knüppel […]
 (aus “We nuh like Gay”)

Genieß unseren Tanz und verbrenn einen Schwulen.
Tritt auf ihm rum wie auf alten Kleidern.
 Genieß unseren Tanz und zertrete einen Schwulen.
 (aus “log on”)

Schon Ende 2011 hatte “Elephant Man” einen Auftritt in Wuppertal, ebenfalls im “Bloomclub”. Schon damals zeigten sich die Clubbetreiber_innen trotz eines großen Protests von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen nicht einsichtig und rechtfertigten den Auftritt damit, dass sie selber Homosexuelle beschäftigen würden und dass der Hasssänger die besagten Lieder (Battyman Tunes) nicht spielen würde.

Erneut zeigt der “Bloomclub” mit dem Auftritt des homophoben “Künstlers” das ihnen die Kritik egal ist und dass ihnen ihr Profit wichtiger ist als die Anerkennung von Menschenrechten.
Mit dem erneutem Auftreten des Sängers in ihrem Club beziehen die Betreiber_innen und Besucher_innen eine klare Stellung: Sie stehen hinter den Texten von “Elephant Man”, seiner Homophobie und seinem Sexismus. Denn ein bloßes Auslassen der homophoben “Songs” oder auch nur Textstellen heißt nicht, das der “Künstler” nicht mehr homophob ist oder die Kirtik eingesehen hat. So werden, selbst wenn die Textstellen ausgelassen, diese vom Publikum für die Interpreten mitgesungen.
Das den Besucher_innen bewusst ist was gesungen wird zeigen auch die immer wieder aufkommenden Kommentare von Konzertbesucher_innen, wie z.B. beim “Elephant Man”-Auftritt 2011, als diese Gegendemonstrant_innen u.a. als “Schwuchteln” bezeichneten.

Das immer wieder aufkommende “Argument”, die homophoben Texte seien “nicht so gemeint” und gehörten zur Kultur der Acts, ist rassistisch und kulturrelativistisch. Damit werden Menschen mit einer als gemeinsam ausgemachten “Heimat” & Kultur als nicht intelligent genug dargestellt, um sich selbst zu reflektieren.

Wir rufen dazu auf, mit uns und vielen anderen, gemeinsam gegen den Auftritt von “Elephant Man” zu protestieren. Treffpunkt dafür morgen (Freitag, 08.06.) um 20h vor dem “Bloomclub”, Alte-Freiheit Wuppertal-Elberfeld (150m vom HBF entfernt!). Kommt zahlreich, bringt Transparente und Fahnen mit!


*Weiterführende Infos unter http://uclubdichtmachen.blogsport.de*

Freitag, 1. Juni 2012

Zum AZ Wuppertal

In Anbetracht der veröffentlichten Stellungnahme (AZ Wuppertal – Es reicht) und des Umgangs im AZ Wuppertal mit jeglicher Art von Übergriffen und vor allem mit Betroffenen solcher, halten wir, eine Gruppe von Menschen, die bis vor kurzem selbst noch im AZ Wuppertal aktiv waren es für nötig uns ganz klar vom Wuppertaler AZ zu distanzieren.

Uns ist klar, dass wir als Jugend-Antifa noch ein ganzes Stück davon entfernt sind einem ganz und gar antisexistischen und emanzipatorischen Anspruch zu entsprechen, jedoch halten wir es gruppenintern für absolut notwendig diese Ansprüche und unseren Umgang damit immer wieder zu reflektieren und selbstkritisch damit umzugehen.

Wir sehen in keinster Weise, dass das AZ die wirklichen Kritikpunkte des Textes “AZ Wuppertal es reicht – Emanzipatorische Freiräume ermöglichen” in irgendeiner Form ernst nimmt und reflektiert, stattdessen wird sich beißreflexartig an der Zeile “AZ dichtmachen” fest geklammert. Es werden wilde Verschwörungstheorien zusammengeschustert und nach “Schuldigen” gefahndet, Sympathisant*innen werden ausgegrenzt und belächelt.
Für uns steht die Aussage “AZ dichtmachen” hier an zweiter Stelle. Unserem Verständnis nach meint dies, dass die aktuelle Struktur des AZ Wuppertals nicht tragbar ist.

Uns ist nicht erst seit der Veröffentlichung des “AZ Wuppertal es reicht – Emanzipatorische Freiräume ermöglichen” Textes der rücksichtslose Umgang mit Betroffenen und bestimmten Situationen auf Plena bekannt. Da Teile unserer Gruppe schon mehrere Jahre mit dem Anspruch diesen Zustand zu ändern oder erträglicher zu machen, an solchen Plena teilnehmen und sich keine nennenswerte Entwicklung feststellen lässt, ziehen wir für uns den Schluss, keine Veranstaltungen mehr im AZ Wuppertal zu machen und auch von einer Zusammenarbeit mit dem AZ Wuppertal abzusehen.

Mittwoch, 25. April 2012

Heute (25.04.) Neonazikundgebung in Wuppertal!

Wie gerade bekannt wurde haben die Wuppertaler Neonazis der "Nationalen Sozialisten Wuppertal" heute eine Kundgebung/Demonstration um 19h am Wuppertaler Hauptbahnhof angemeldet. Die Info wurde mittlerweile von der Wuppertaler Polizei bestätigt. Grund dafür sind Razzien die heute morgen Radevormwalder, Wuppertaler, Essener und Düsseldorfer Neonazis getroffen haben. Die Demonstration der Neonazis soll vom Hauptbahnhof zum Polizeipräsidium in Unterbarmen führen. Kommt alle um 19h zum Wuppertaler Hauptbahnhof! UPDATE: Laut RadioWuppertal dürfen die Neonazis nicht vom Hauptbahnhof zur Polizeiwache, sondern vom Barmen Bahnhof zur Wache laufen. Also: Bleibt auf dem laufenden und kommt zum Wuppertal Barmen Bahnhof!